Wie können wir technologischen Fortschritt so gestalten, dass er dem Menschen dient? Welche Bedeutung hat Arbeit jenseits des Erwerbseinkommens? Und was gibt uns Hoffnung in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines IUFE-Workshops |
Ausgangspunkt war die Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV., deren Impulse für das gesellschaftliche Zusammenleben im 21. Jahrhundert diskutiert wurden.
Ein Schwerpunkt galt dem Verhältnis von Künstlicher Intelligenz und Arbeit. Arbeit schafft Einkommen, ermöglicht aber auch Selbstständigkeit, stiftet Sinn und eröffnet gesellschaftliche Teilhabe. Ihr Wert lässt sich deshalb nicht allein am Marktpreis messen. Aus diesem Verständnis heraus wurde im Workshop die Bedeutung von Familienarbeit, Pflege und Ehrenamt hervorgehoben. Zugleich bleiben Leistung, Unternehmertum und soziale Marktwirtschaft wesentliche Grundlagen für Wohlstand und Eigenverantwortung. Technologischer Fortschritt soll Menschen entlasten und ihre Möglichkeiten erweitern. Weiterbildung und Umschulung sind entscheidend, damit Menschen den Wandel mitgestalten können.
Der zweite Schwerpunkt verband Hoffnung mit Freiheit und Verantwortung. Hoffnung bedeutet weder Schönfärberei noch die Gewissheit, dass alles gut ausgehen wird. Sie ermutigt dazu, das als richtig und sinnvoll Erkannte auch dann zu tun, auch wenn der Erfolg offenbleibt. Dafür brauchen Menschen Freiheit und die Erfahrung, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können. Eine Politik der Hoffnung muss deshalb Handlungsspielräume eröffnen und die Fähigkeit zur eigenständigen Gestaltung stärken.
Wir danken unseren Vortragenden Prof. Dr. Alexander Filipovic (Uni Wien), Dr. Markus Schlagnitweit (Katholische Sozialakademie Österreich), Prof. Dr. Hannes Schönner (Vogelsang Institut).



