Unsere Learnings und Zusammenfassung |
Beim ersten IUFE-Dialog im Jahr 2026 sprach die international tätige Geopolitikexpertin Velina Tchkarova (FACE) über den Einfluss demografischer Verschiebungen auf die internationalen Beziehungen.
Der demografische Wandel wird häufig als sozioökonomisches Thema behandelt. Das ist aber zu kurz gegriffen: Demografie ist ein entscheidender Treiber geopolitischer Machtverschiebungen und muss systematisch in strategische Analysen integriert werden.
Europa steht vor einer relativen Schwächung im globalen Systemwettbewerb – mit direkten Auswirkungen auf Sicherheit, Einfluss und strategische Autonomie.
Unsere zentralen Take-outs:
Demografie ist Hard Power: Altersstrukturen bestimmen Wachstum, Rekrutierung, fiskalische Tragfähigkeit und militärische Nachhaltigkeit.
Europas Schwäche ist relativ, aber systemisch: Verlust an geopolitischer Relevanz trotz Wohlstandsniveau.
Migration ist geopolitisch: Sie wirkt als ökonomischer Puffer oder als Destabilisierungsfaktor – abhängig von Steuerung und Integration.
Alterung erzeugt strategische Passivität: Ältere Wählerschaften priorisieren Stabilität vor Transformation → Reform- und Verteidigungsdefizite.
Ohne demografische Strategie keine strategische Autonomie: Sicherheit, Industrie und Einfluss sind ohne demografische Basis nicht nachhaltig.



